Apostelgeschichte 10 ist einer meiner Lieblingstexte in der Bibel. Die Geschichte der Bekehrung des Kornelius mit seinem gesamten Haushalt ist für mich ein wunderbares Beispiel wie der Heilige Geist Begebenheiten und Situationen zu orchestrieren weiß. Da passt alles zusammen, von der Vorbereitung des Petrus durch eine Vision, über die Aussendung der Diener, die genau zur rechten Zeit ankamen, bis hin zu Kornelius und seiner Familie, die absolut vorbereitet schienen. Aber das alleine ist nicht der Grund für die außerordentliche Bedeutung dieser Stelle.

Denn sie markiert den radikalen Übergang des Christentums von einer „jüdischen Sekte“ zu einer weltweiten Bewegung. UND – sie offenbart das Herz des Vaters, von dem wir selbstverständlich ausgehen, welches aber die Apostel so noch nicht sehen konnten. Nämlich, dass Jesus sein Leben für alle Menschen gegeben hat.:

„Doch mir hat Gott gezeigt, dass man keinen Menschen als unheilig oder unrein bezeichnen darf.“ Apg.10,28

Petrus hat seine Lektion verstanden und überschritt zum ersten Mal eine, zwar unsichtbare, aber umso realere Grenze. Petrus hatte zum ersten Mal echten Kontakt mit „Heiden“, was ihm seine Religion, seine Kultur und seine Prägung bislang verbot. Doch genau diese Menschen waren vorbereitet und waren auf der Suche nach Gott. Sie brauchten Petrus‘ Botschaft genauso, wie seine Bereitschaft sich mit ihnen abzugeben, obwohl sie nicht zu der Gruppe an Menschen gehört, mit denen er normalerweise Umgang pflegte.

Wie sieht es mit uns aus? Haben wir unsichtbare Grenzen? Menschen, denen wir aus dem Weg gehen, oder möglicherweise gar nicht wahrnehmen? Wie wäre es, wenn wir wie Petrus beten gehen und zuhören, wenn er zu uns sagt: „Geh zu ihm/ihr?“. Was würde wohl passieren, wenn wir dann auch noch hingehen? Möglicherweise würden wir – zusammen mit dem Heiligen Geist – ähnliche Abenteuer erleben!

Seid gesegnet

Euer Jochen

Ermutigungs-Blog Februar 2018