Von den Wundern Jesu zu lesen, ist doch immer wieder begeisternd.

Wer möchte nicht gerne mehr von Gottes kraftvoller Heilungspower in seinem Leben und in seiner Umgebung sehen. Doch wenn man bei der ein oder anderen Erzählung genauer hinschaut, dann merkt man, dass diese Wunder immer mit einer Lektion und fast immer mit einer Herausforderung an uns verbunden sind. Zum Beispiel die Geschichte von der Heilung des Gelähmten an einem Sabbat:


„Da sagte er zu dem Manne, der den gelähmten Arm hatte: »Stehe auf und tritt vor in die Mitte!« Dann fragte er sie: »Darf man am Sabbat Gutes tun, oder soll man Böses tun? Darf man ein Leben retten oder soll man es zugrunde gehen lassen?« Sie aber schwiegen. Da blickte er sie ringsum voll Zorn an, betrübt über die Verstocktheit ihres Herzens, und sagte zu dem Manne: »Strecke deinen Arm aus!« Er streckte ihn aus, und sein Arm wurde wiederhergestellt.“ Markus 3,5

Die Religiösen sind so geschockt davon, dass ihre Sabbatrituale und ihr Sabbatdenken gestört werden, dass sie nicht abwägen können, was größeres Gewicht hat.

Das Leben, die sich den Menschen zuwendende Gnade oder eben der Konsens darüber, wie ein Gottesdienst zu halten, bzw. ein religiöses Leben zu führen sei. Die Menschen sagen nichts (dann kann man auch nicht falsch liegen), aber genau das betrübt Jesus und macht ihn zornig, wenn wir noch nicht mal aussprechen, was wir eigentlich denken und glauben.

Vielleicht mögen wir falsch liegen, aber zumindest sind wir bereit darüber ins Gespräch zu kommen, von mir aus auch zu streiten.

Leider ist das Leben nicht immer einfach einzuordnen. Wann ist es dran Gnade zu üben (im Sinne von nachgiebig sein) und wann ist es dran Klarheit zu schaffen. Wie können wir unterscheiden, wann Sünde Sünde zu nennen ist und Konsequenzen notwendig sind und wann müssen wir die Gemeinschaft der Sünder suchen?

Religiöse Systeme und Antwortkataloge sind wohl wenig dazu geeignet, wie man hier sieht. Offensichtlich sind wir in unserem Ringen nach dem rechten Weg doch immer wieder auf Christus und sein Reden angewiesen. Wie gut ist es aber, dass wir seine Stimme kennen….

Seid gesegnet

Euer Jochen

Ermutigungs-Blog März 2018