Liebe Gemeinde,

Jeder hat das schon mal erlebt, dass man sich auf jemand verlassen hat und dann alleine da steht. Eigentlich war alles klar und dann sieht alles ganz anders aus.

Enttäuschung oder Ernüchterung machen deutlich, dass wir irgendwo einer Täuschung aufgesessen sind bzw. Erwartungen hatten, die jemand anders nicht erfüllen konnte oder wollte.

Andererseits erleben wir manchmal Situationen, in denen wir ganz bewusst von jemanden anderem hängen gelassen werden, wo man uns im Stich lässt. Das tut besonders weh und wird oft zu einer traumatischen Erfahrung, die uns nachhaltig prägt.

So kann es passieren, dass wir zunehmend das Vertrauen verlieren und uns nicht mehr öffnen können für den Anderen. David hat das oft erlebt, aber er hatte ein Ventil, dass es ihm ermöglichte nicht bitter und hart zu werden:

„Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, weise nicht ab deinen Knecht im Zorn! Du bist meine Hilfe gewesen: verwirf mich nicht und verlass mich nicht, du Gott meines Heils! Wenn Vater und Mutter mich verlassen, so nimmt doch der HERR mich auf. … Gott Lob! Ich bin gewiss, die Güte des HERRN zu schauen im Lande der Lebenden. Harre des HERRN, sei getrost, und dein Herz sei unverzagt!“ Psalm 27, 9+13

Wir haben eine offene Tür: Wir können immer zu ihm kommen und ihm im Gebet unser Herz ausschütten. ER hört zu und es kümmert ihn. ER wird uns zur Hilfe und beruhigt unsere Seele.

Wir haben ein Zuhause: Nichts ist schlimmer als von Vater und Mutter im Stich gelassen zu werden – und manche haben das erlebt! Aber selbst, wenn uns die wichtigsten Menschen verlassen, unser Vater im Himmel kommt uns entgegen, tröstet uns und nimmt uns auf.

Wir haben eine Zuversicht: Es lohnt sich auf Gott zu warten, denn er wird uns aus der Wüste wieder in bewässertes Land führen, aus der Traurigkeit und Verzweiflung in ein Land der Ruhe.
Und er bleibt bei uns – so wie er es versprochen hat.

Es ist wichtig, dass wir unsere Beziehung zu Jesus lebendig erhalten. Gerade in den Zeiten, wo alles läuft, bauen wir an einer Grundlage, die trägt, wenn wir in stürmischen Zeiten unterwegs sind.

Seid gesegnet Euer Jochen

Ermutigungs-Blog November 2017