„Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern…“ (Matthäus 28,19)

Das Motto unserer Gemeinde fassen wir gerne mit den Worten „Finden – Fördern – Freisetzen“ zusammen. Diesen Leitgedanken verfolgen wir nicht nur in unseren verschiedenen Diensten in der Gemeinde „vor Ort“, sondern wollen auch weltweit dazu beitragen.

Mit den Jahre haben sich eine Reihe von internationalen Beziehungen entwickelt, über die wir Arbeiten unterstützen, die sich das selbe Ziel gesetzt haben. Diese außenmissionarische Arbeit wollen wir auf den unten stehenden Seiten vorstellen.

Missionarische Arbeit in Kasachstan

Die Missionsarbeit in Kasachstan ist das gemeinsame Missionsprojekt von Foursquare Deutschland unter Leitung von Ewald Zelmer (Pastor der Christus-für-alle-Gemeinde in Bielefeld).

Mit Gebet und finanzieller Hilfe wird der Aufbau christlicher Gemeinden und diakonischer Einrichtungen an verschiedenen Orten des Landes unterstützt. Außerdem reisen regelmäßig deutsche Teams in die Gemeinden und Projekte vor Ort, um praktisch zu helfen und zu ermutigen.

Einige Schwerpunkte der Arbeit sind:

  • Gründung und Vernetzung von kasachischen Gemeinden
  • Unterstützung und Schulung einheimischer Leiter
  • Förderung von Jüngerschaftsschulen
  • Familienarbeit
  • Unterstützung von Drogenrehabilitationszentren und Kinderheimen

Kleine Landeskunde Kasachstan:
Lage
: Zentralasien (zwischen Russland, China, Kirgisien, Usbekistan, Turkmenistan und dem Kaspischen Meer)
Einwohnerzahl: knapp 16,8 Mio. (5 x weniger als in Deutschland)
Fläche: 2.724.900 km² (neuntgrößtes Land der Welt, etwa 7,6 x so groß wie Deutschland).
Bevölkerung: buntes Ethniengemisch aus Kasachen, Russen und vielen Minderheiten (Usbeken, Uiguren, Tataren, Mescheten, Baschkiren, …)
Religion: 70 % Muslime, 26 % Christen
Geschichte: lange unter sowjetischer Herrschaft, seit 1991 unabhängig
Staatsform: Präsidialrepublik

Wer die Foursquare Arbeit in Kasachstan finanziell unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Gemeindekonto (BFS-Bank Karlsruhe, BLZ 66020500, Kto. 7712101) mit dem Stichwort „Kasachstan“ tun.

Zahnärztliche Einsätze

Seit 2010 fliegt unser Gemeindemitglied, Zahnärztin Dr. Kirsten Holst, in verschiedene Länder, wie z.B. Philippinen, Myanmar, Kambodscha, Uganda, Kenia, Haiti und auch in Flüchtlingslager wie z.B. im Libanon und in Kurdistan (Nordirak), um Menschen, die sich keine medizinische Versorgung leisten können, von ihren Schmerzen und ihrem Leid zu befreien.

 

Im Gegensatz zu unserem deutschen Bild vom „furchterregenden Zahnarztbesuch“, freuen sich hier die Menschen endlich von einem Zahnarzt besucht zu werden! Viele der zahnärztlichen Einsätze werden in ländlichen Gebieten durchgeführt, zu denen noch nie oder nur selten Ärzte gekommen sind.

Die Patienten erhalten nicht nur eine medizinisch richtige Behandlung und eine Schulung in richtiger Zahnpflege, sondern erfahren vor allem, dass man sie nicht vergessen hat. Dabei wird Dr. Kirsten Holst von der Gemeinde in der Konkordia unterstützt und im Gebet begleitet.

Immer wieder kommen auch Jugendliche aus der Gemeinde zu den Auslandseinsätzen mit. So sammeln sie wertvolle Erfahrungen im Umgang mit anderen Kulturen und in fremden sozialen Umständen. (HIER geht´s zu den Erlebnisberichten.)>

IGFM Bericht- Hier klicken!

Haben Sie näheres Interesse oder noch weitere Fragen?
Dann können Sie sich auch direkt an Dr. Kirsten Holst wenden: email

Möchten Sie unsere zahnärztlichen Hilfseinsätze mit unterstützen?
Wir freuen uns über ihre Spende!

1 x Behandeln = 3 Euro

und beinhaltet:

  • Untersuchung
  • oberflächliche Betäubung
  • Anästhesie
  • Entfernung erkrankter Zähne
  • Medikamentöse Nachbehandlung
  • Schmerzmittel
  • Schulung in richtiger Zahnpflege
  • wenn möglich Zahnbürsten und Zahnpasta für die Patienten

Bankverbindung:
BFS Bank AG Karlsruhe
IBAN: DE75 6602 0500 0008 7911 01       BIC: BFS WDE 33 KRL
Verwendungszweck: Zahnärztlicher Hilfseinsatz

Erfahrungsberichte

Haiti, 2017

Dr. Kirsten Holst, Susl Mai und ich waren im November 2017 ca. 3 Wochen zu einem
zahnärztlichen Einsatz auf Haiti. 
Zu Beginn unserer Reise haben wir in der Nähe von Les Cayes bei Whistler
gewohnt. Von seiner Klinik, in der Kirsten und ihr Team 2015 noch behandelt haben,
sind nach dem Hurrikan Matthew 2015 leider nur noch die Grundmauern übrig
geblieben. Ebenso sind zahlreiche Dächer von anderen Wohnhäusern, Kirchen und
Schulen abgedeckt sowie 25% des Baumbestandes vernichtet worden. Wie durch
ein Wunder ist Whistlers Wohnhaus nahezu unbeschadet durch den Sturm
gekommen. Whistler hat daher sein Haus um eine Etage aufgestockt, so dass wir im
oberen Bereich schlafen und im unteren die Patienten behandeln konnten. Neben
unserem „Behandlungsraum“ gab es einen kleinen Bereich, wo Whistler und sein
Team Brillen an die Bevölkerung verteilt haben. Der Sehtest bestand darin, aus der
Bibel vorzulesen. Konnten die Patienten den Text lesen, durften sie die Brille
behalten. Vor unserem Haus gab es jeden Tag einen Stand, an dem frisch
zubereitetes Essen für die Patienten angeboten wurde. Wir haben in der Zeit bei
Whistler 107 Patienten behandelt und 203 Zähne gezogen. Wobei wir bereits am 2.
Tag eine junge Patientin hatten, deren Behandlung uns noch lange beschäftigt hat.
Nach einem zunächst normalaussehendem Eingriff, stellte sich heraus, dass ihr
Unterkieferknochen derart porös war, dass es nach dem Zahnziehen zu einer sehr
starken Blutung kam, die wir kaum stoppen konnten. Whistler hat sie daher nach Les
Cayes gefahren, wo sie eingehend untersucht und weiter behandelt worden ist.
Während weiterer Untersuchungen in einem Krankenhaus in Port-au-Prince stellte
sich heraus, dass die junge Frau an einem Tumor erkrankt war, der durch unsere
Behandlung entdeckt wurde. Sie war bis dahin von einem Abszess ausgegangen.
Mittlerweile ist die junge Frau, Gott sei dank, wieder gesund! Unsere Weiterfahrt
nach Meyer mussten wir, bedingt durch starke Regenfälle, die mehrere Tage
angehalten hatten, um einen Tag vorziehen. Was eine weise Entscheidung von
Whistler war, da einen Tag nach unserer Abreise die Strecke gesperrt worden ist.
In Meyer haben wir bei Anneliese gewohnt. Neben ihrem Haus gibt es eine Kirche, in
der unter der Woche jeden Morgen von 5-6 Uhr ein Gottesdienst von den Lehrern
abgehalten wird. An den Sonntagen besteht u.a. in Meyer oder im ca. 7 km
entfernten Gerard die Möglichkeit am Gottesdienst teilzunehmen. Wir haben an
beiden Orten unseren Einsatz vorstellen können und jeweils viel positive
Rückmeldung von den Haitianern erhalten.

In Meyer gibt es ein Gesundheitszentrum, in dem wir ca. 93 Patienten behandeln
und 207 Zähne ziehen konnten. Leider wurde unsere Behandlung bedingt durch
erneut einsetzenden starken Regen unterbrochen. Es wurden sogar die Schulen für
3 Tage geschlossen, da der Schulweg durch etwaige Erdrutsche zu gefährlich
gewesen wäre. Einige Schüler gehen jeden Morgen 2 Stunden zu Fuss zur Schule
und müssen anschließend auch wieder 2 Stunden nach Hause laufen. Was ich sehr
beeindruckend finde, v.a. wenn ich die Entwicklung in Deutschland beobachte, wo
die Kinder zum Teil jeden Morgen mit dem Auto zur Schule gefahren werden.
Am letzten Tag vor unserer Abreise haben wir in der Schule von Meyer die Zähne
von ca. 520 Schülern zur Prophylaxe fluoridiert und dabei entsetzt festgestellt, wie
verheerend einige Zähne aussahen. Bei einem jungen Mädchen hätten wir eigentlich
7 Zähne ziehen müssen, was uns sehr berührt hat. Es gibt daher die Überlegung
beim nächsten zahnärztlichen Einsatz in Meyer mit der Schule zu beginnen.
Es war schön, das Leben der Schüler zum Teil miterleben zu können, beispielsweise
beim morgendlich stattfindenden Fahnenappell, wo das „Vater unser“ aufgesagt und
die Haitianische Nationalhymne gesungen wird. Außerdem war es sehr bewegend
zu sehen, wie die Kinder in der Kirche brav in den Reihen sitzen und ihr Mittag
essen. Jeder Schüler erhält jeden Tag eine warme Mahlzeit, bestehend aus Reis,
Bohnen und Kraut. Hierfür werden für beide Schulen (Gerard und Meyer) täglich
rund 125 kg Reis verarbeitet. 

Während unserer Zeit auf Haiti hatten wir das große Glück authentisch mit der
Bevölkerung zusammenzuleben und so hautnah Haiti kennenzulernen.
Zum Abschluss möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich ganz herzlich bei Anneliese
sowie Whistler und sein Team zu bedanken, die uns liebevoll aufgenommen,
versorgt und intensiv bei unserem zahnärztlichem Einsatz unterstützt haben! Ihr seid
wunderbar! Ich wünsche euch alles erdenklich Gute für die Zukunft. Möget ihr
gesund bleiben, gut mit euren geplanten Projekten vorankommen, eine
ausreichende finanzielle Unterstützung erfahren und reich gesegnet sein, bei allem
was ihr tut!
Herzliche Grüße,
Dr. Stefanie Reim

Haiti, 2015

Im Dunkeln und mit unseren Rucksäcken auf dem Schoß ruckeln wir die Landstraße von Port au Prince
nach Meyer hoch. Leider können wir von dem wunderschönen Haiti noch nicht viel sehen, doch trotz
Müdigkeit sind wir voller Freude auf unsere Zeit hier in Haiti.
Zusammen mit Dr. Kirsten Holst, Martina Stürner und meinem Mann Simon Betsch habe ich mich auf
einen zahnmedizinischen Einsatz in Haiti (06.11.-21.11.2015) aufgemacht.
Unser erstes Ziel ist das Haus von Annelise Gutmann, die seit über 35 Jahren in Haiti lebt.
(http://www.foundation-ev.de). Endlich bei ihr angekommen dürfen wir es genießen ihre Gäste zu sein
und in einem Gästehaus mit eigenem Bad zu übernachten.
Schon zwei Tage später sitzen wir wieder im Auto und machen uns auf den Weg nach Les Cayes
zusammen mit zwei haitianischen Ärzten, die im Westen Haitis eine kleine Klinik aufgebaut haben. Dort
fand unser erster Einsatz statt. Von 16 Patienten am ersten Tag steigerten wir uns schnell auf 30-40
Patienten. Wir hatten eine wunderbare Zeit in Les Cayes besonders auch mit den Einheimischen dort,
die uns natürlich am letzten Abend noch mit an die karibische Küste nahmen.
Unser Weg führte wieder zurück nach Meyer, wo wir am Sonntag in den Genuss kamen die Gemeinde in
Gerad zu besuchen und einen 3stündigen Gottesdienst in Haiti erlebten. Ich persönlich durfte im
Kindergottesdienst mitwirken.
Nach dem erholsamen Wochenende ging unser zweiter Einsatz im Gesundheitszentrum von Meyer los,
wo wir einen Rekord von 55 Patienten an einem Tag aufstellten. Zu den zahnmedizinischen Einsetzen ist
vor allem zu sagen, dass wir sehr viele Wunder erlebt haben. Es war eine anstrengende Arbeit mit vielen
Herausforderungen, doch Gott hat uns als sehr gut funktionierendes Team zusammengestellt und
mehrfach einfach Zähne aus dem Mund fallen lassen, die eigentlich am Anfang schier unmöglich
rauszubekommen waren. In dem Sinne: vielen Dank für all eure Unterstützung im Gebet!
Ich danke Gott von ganzem Herzen für diese wunderbare Erfahrung in Haiti. Mir persönlich (und den
anderen auch) ging die Zeit viel zu schnell rum und im kalten Europa angekommen habe ich erst mal
gefragt wo denn der nächste Flieger zurück nach Haiti geht.
Christine Betsch

 

 

 

 

 

Philippinen, Kambodscha 2014
Liebe Gemeinde,

Mission, was ist das?
Für mich war es bisher: in ein fremdes Land gehen, Gemeinschaft haben, in Gottes Gegenwart stehen und so vielen Menschen wie möglich von Jesus zu erzählen.
Und tatsächlich ist es ganz anders :
Fliegen, Autofahren, sehen, was die anderen machen, eigene Ideen entwickeln, Menschen anlachen In die Arme nehmen, ein paar Brocken tagallo ( Sprache der Philippinos in Manila) nachsprechen. Miteinander singen, beten, lachen, weinen, trösten und getröstet werden, gemeinsam essen, zusammen Jesus preisen und dankbar sein um alles was der Herr uns gibt.

Das Eindrucksvollste für mich war die Fröhlichkeit, die Dankbarkeit, das Lachen, der Respekt und die Achtung, die uns entgegengebracht wurden. Das was mich am meisten beschämt hat, war wie Kinder nach dem Gottesdienst auf mich zukamen und mir anstatt meine Hand zu schütteln, sie geküsst haben. Wertschätzung und Dankbarkeit rühren Herzen und verändern die Welt, zu mindest meine.
Wir haben in den Philippinen 4 und in Kambodscha 3 Einsätze gehabt. Die Ärzte hatten manchmal viel zu tun, manchmal musste erst eine Barriere überwunden werden , bis sie loslegen konnten. Viel hängt davon ab, wie es public gemacht wurde. Doch die Ersten die behandelt wurden, liefen zurück und holten ihre Angehörigen. Wir hätten etwas mehr Zeit an einigen Orten haben können.
Ich selbst kann sagen, dass ich körperlich an meine Grenzen gekommen bin. Stundenlanges autofahren, frühes aufstehen, Kälte (Klimaanlage) Hitze, viele Eindrücke und wenig Schlaf.
Doch was ich mitgenommen habe bleibt mir ein Leben lang.
Ich habe meine Lebensfreude wiedergefunden nach dem Tod meiner Eltern, ich maße mir kein Urteil mehr über andere an . Versuche jeden so zu nehmen wie er ist und ihn auch so zu lieben und nicht erst, wenn er sich geändert hat. Habe gelernt, dass es nicht auf meine Meinung ankommt, sondern was Jesus von der Sache hält. Habe gelernt, dass Gott sich freut, wenn ich Spaß am Leben habe, meinen Wünschen nachhänge und diese vor Gott bringe.
Gott ist ein Gott der Wunder tut und zwar heute und jetzt und für dich und mich.
Vielen Dank Euch, dass ihr die Ärzte und die Medikamente, vor allem auch die Schmerzmittel (Spritzen) mitfinanziert habt durch Eure Spenden. Ohne Gebete und finanzielle Unterstützung , eine Gemeinde die dahinter steht, ist so eine Reise kaum möglich.
Seid gesegnet!

Eure Anke Wendland

Philippinen 2013

Philippinenreise 5.8.13 – 23.8.13

Ich glaube dass die Reise in die Philippinen mein Leben verändert hat.
In der Weise, dass ich mir jetzt immer sicher sein kann dass Gott da ist und in meinem Herzen wirkt.
Dazu möchte ich einige persönliche Zeugnisse nennen, die ich positiv aus der Reise mitnehme.
Seit Jahren versuche ich ein Erlebnis aus meiner Jugend aufzuarbeiten und habe auch zu Beginn der Reise dieses Erlebnis aufgeschrieben und um Jesu Hilfe gebeten.
Am Tag unserer Abreise, morgens, hat er mir diese Last einfach genommen. Nach so vielen Jahren konnte ich mit Jesu Hilfe, Leuten vergeben. Ich musst einfach nur meine Hände zum Himmel strecken und die Last an ihn abgeben.
Des Weiteren hat Jesus zum ersten Mal mit mir geredet, ist in mein Herz gekommen und hat mich von Kopf bis Fuß erfüllt. Er hat mir Bilder gesendet die für mich alleine, aber auch für andere in der Gruppe bestimmt waren. Mit diesen Bildern war es mir möglich Mitmenschen aufzubauen und zu motivieren und mich besser in andere hineinzuversetzen.
Dazu sage ich einfach nur Wow, das kann doch echt nur Gott!

Mir selbst hat er noch ein weiteres Geschenk gemacht.
Es war die Ungewissheit und Angst vor der Zukunft, mit der ich mich seit über zwei Jahren auseinandergesetzt habe, die er mir nahm. Er hat mich beruhigt, mir gesagt dass alles gut wird solange ich in ihn vertraue. Dies ereignete sich zum unmöglichsten Moment, in dem ich so etwas überhaupt nicht erwartet hatte.
Im Großen und Ganzen gehe ich heute mit einem Gefühl der Freiheit und Erleichterung nach Hause. Auch jetzt ein paar Wochen nach unserer Reise bin ich entspannter, weil ich weiß dass ich dem Herrn vertrauen kann und er einen wunderbaren Plan für mich hat, und für jeden von Euch hat er das auch. Ich wünsche jedem Menschen dass er an der liebe Gottes teilhaben darf.

Eine gesegnete Zeit wünscht euch
Victoria.

Haiti 2012 von Dr. Kirsten Holst

Nach langem Vorbereiten und Planen war es endlich soweit – am Freitag, 18.10.2012 machte sich ein vierköpfiges Team von der „Gemeinde in der Konkordia“ auf den Weg nach Haiti. Für zwei Wochen leistete ich, Dr. Kirsten Holst,  gemeinsam mit Susl Mai, Silke Lorenz und meinem 17jährigen Sohn Viktor zahnärztliche Hilfe in einem der ärmsten Länder der Welt.

Die langjährige Missionarin Anneliese Gutmann hat die verschiedenen Einsätze vor Ort organisiert. Sie lebt seit über 30 Jahren auf Haiti und hat mit der Haiti Foundation e. V. zwei Schulen mit mittlerweile über 1.000 Schülern gegründet. Darüber hinaus hat sie eine Nähschule aufgebaut, die junge Frauen zu Näherinnen ausbildet und ihnen somit Zukunftsperspektive gibt.

Nach dem langen und anstrengenden Flug wurden wir von einem Mitarbeiter  der Haiti Foundation  in Empfang genommen und es ging weiter mit einer vierstündigen Fahrt auf unwegsamen Straßen bis endlich das Ziel „Meyer“ im Südwesten der Insel erreicht wurde. Nachdem wir das Wochenende zum „Ankommen“ und Ausruhen nutzen konnten, ging es am Montag und Dienstag mit dem ersten Einsatz los. In dem eine Autostunde entfernten Gesundheitszentrum warteten schon zahlreiche Patientin sehnsüchtig auf ihre Behandlung – auf Haiti heißt das: Zähne ziehen lassen. Die nötigen Medikamente hierfür stellte „Humedica“ großzügig zur Verfügung, wofür wir und die Haitianer sehr dankbar sind. Die Arbeit verlief im Akkordtempo: Während Silke die Patienten aufnahm, sich um Pulsmessung und Medikamentengabe kümmerte, bereitete Susl die Zahnarztinstrumente vor und säuberte sie, sodass Viktor und ich die ganze Zeit Zähne ziehen konnten. Anneliese vermittelte zeitgleich eine Prophylaxeschulung.

Nach einer eintägigen Pause verhinderte der Hurrikan „Sandy“ den geplanten Einsatz am Donnerstag. Nach heftigen Stürmen, setzte ein tagelanger Regen ein, sodass weder Behandlungen noch der reguläre Schulbetrieb stattfinden konnte. Als sich das Wetter am Wochenende wieder beruhigte, beschlossen wir den geplanten Einsatz in Meyer nachzuholen. Für die Bewohner von Meyer sehr bedeutsam, da der Ort zum ersten Mal einen Zahnarzt zu Gesicht bekam, weshalb der Andrang umso größer war.  Leider konnten wir den dritten Einsatzort nicht mehr erreichen, da die starken Regenfälle und dadurch verursachten Erdrutsche ein Passieren der Straßen unmöglich machte.

Voll mit Eindrücken, schönen und herzanrührenden Erfahrungen begaben wir uns am .01.11.  wieder auf den Heimweg nach Deutschland.

Rückblickend kann ich sagen, dass es schön ist, dass wir so vielen Menschen helfen konnten, nicht mehr unter ihren Schmerzen zu leiden. Allerdings ist es sehr schade, dass viele Zähne gezogen wurden, die in Deutschland hätten gefüllt werden können. Dafür fehlte uns aber das nötige Equipment auf Haiti! Insgesamt habe ich die Zeit für mich persönlich auch als sehr bedrückend empfunden, weil die Menschen in sehr schwierigen Lebenssituationen sind. Trotzdem haben sie immer ein Lächeln auf den Lippen und waren sehr herzlich und liebenswürdig zu uns![/toggle]

 

 

 

 

 

 

 

Bruderhilfe

Bruderhilfe

Foundation e.V. Hilfe für Haiti

Seit bald 25 Jahren ist Anneliese Gutmann auf Haiti tätig. Über 20 Jahre war sie in Diensten des Christlichen Hilfsdienstes, bis der seine außenmissionarische Aktivitäten einstellte. Seitdem ist Anneliese bei Foundation e.V. In Meyer auf Haiti betreiben sie Schulen und Kindergärten. Außerdem versuchen sie humanitär zu helfen. HIER gibt es mehr Informationen.

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