Liebe Gemeinde!                                                                                                                                          10.12.2018

Letzten Mittwoch waren einige von der Schule des evangelistischen Dienens auf dem Adventsmarkt. Wir haben ein lustiges Anspiel gemacht (mit Superhelden, einer Kuh und Maria mit dem Jesuskind). Das hat Spaß gemacht und es sind auch einige stehengeblieben und haben in der Kurzbotschaft von Jesus gehört. Solche Andachten sollten in der Adventszeit eigentlich total normal sein. Sind sie aber nicht, im Gegenteil. Die meisten Menschen kommen um Glühwein zu trinken und irgendetwas zu essen. Und dann kommen wir und erzählen von dem Evangelium. Meistens werden wir einfach nur ignoriert und die Andachten scheinen eher eine Störung als ein willkommener Impuls zu sein.

Szenenwechsel: Auf der Tagung der Vereinigung evangelischer Freikirchen hörte ich einen Vortrag von Dr. Roland Werner (Christustreff Marburg, ProChrist, ehemaliger CVJM-Generalsekretär), dessen Hauptthese war, dass die Krise der Evangelisation in Deutschland eine Identitätskrise der Christen ist. Er meinte, dass es uns an der Selbstverständlichkeit des Glaubens fehle. Wir sind Christen und das sollte uns erfüllen und begeistern. Wir sollten uns ganz selbstverständlich dazu äußern wollen und diese Tatsache nicht verschämt verstecken. Hat Roland Werner recht? Er erzählte von den koptischen Christen in Ägypten, die verfolgt, angefeindet und auch getötet werden. Dennoch tragen sie voller Stolz große Kreuze über ihrer Kleidung oder lassen sich ein Kreuz aufs Handgelenk tätowieren. Sie wollen, dass man sie als Christen erkennt, obwohl das negative Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Was ist mit uns? Fällt es uns schwer zu Christus zu stehen, unseren Glauben zu bekennen, einfach fröhlich Christen zu sein und ganz offen dazu zu stehen, dass wir beten, Bibel lesen (und auch noch daran glauben!) und statt sonntags auszuschlafen, in die Kirche gehen. Warum fällt uns das so schwer? Ich möchte gerne mehr lernen so wie Paulus einfach dazu zu stehen, dass Jesus mein Held, mein Ein und Alles ist. Ich muss dafür nicht umhergehen und Traktate verteilen, aber hinter dem Berg will ich auch nicht halten:

„Denn ich schäme mich der Heilsbotschaft nicht; ist sie doch eine Gotteskraft, die jedem, der da glaubt, die Rettung bringt, wie zuerst dem Juden, so auch dem Griechen (= dem griechisch redenden Heiden).“ Römerbrief 1,16

 

Seid gesegnet und fröhliche Weihnachten

Euer Jochen

P.S. Wenn ihr für mich beten wollt – hier meine Dienstverpflichtungen im nächsten Monat:

07.-09.01.: Frankfurt FSQ-Vorstandstreffen; 10.01.: Beratungstreffen in Köln; 11.-12.01.: NYCL in Marburg; 17.-29.01.: Ugandareise;

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